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Samstag, Oktober 22

Du bist was du isst. Wissenschaftler beweisen, wir nehmen mit der Nahrung Informationen auf


Du bist, was du isst. Chinesische Wissenschaftler konnten kürzlich beweisen, dass wir nicht nur Nährstoffe, sondern auch Informationen über die Nahrung aufnehmen. Die in der Nahrung enthaltene MircoRNA beeinflusst direkt unsere Erbinformation - wir nehmen Geninformationen direkt über die Nahrung auf. Eine Erkenntnis, die meiner Meinung nach unser Weltbild wieder einmal deutlich erweitern dürfte. So langsam dürfte es die Wissenschaftler nerven, dass sie eine These nach der anderen beweisen, für die sie die Esotheriker so lange ausgelacht haben.



Die Studie der chinesischen Nanjing University hat jedenfalls das Potenzial viele Fragen zu beantworten, aber auch einige neue zu stellen, die weitreichende Konsequenzen haben könnten.
Die Forscher haben nachgewiesen, dass MicroRNA aus der Nahrung in das Blut und die Organe gelangt und dort den Stoffwechsel aktiv beeinflusst. MicroRNA dient zur Regulation von Genen - ähnlich wie bei epigenetischen Veränderungen, setzen sich diese Moleküle an die Messenger-RNA von Genen und schalten dort bestimmte Gensequenzen ab, wodurch sich dieses Gen in seiner Auswirkung verändert.
Bisher sind einige tausend MicroRNAs bekannt, ihre genaue Funktion ist aber meistens noch unklar. Man geht jedoch davon aus, dass etwa 30% des menschlichen Genoms so gesteuert werden können.
Die Forscher konnten zeigen, dass die MicroRNA aus Reis bis in die Leber von Mäusen vordringen und dort die Produktion von Eiweissen beeinflussen konnte - in Fall des Versuchs sogar auf positive Weise. Dies, so die These, könnte auch beim Menschen der Fall sein. Bisher haben die Forscher hier aber nur nachgewiesen, dass die MicroRNA aus der Nahrung die Verdauung überlebt und im Blut landet - um Aussagen über die Folgen zu machen, sind mehr Studien nötig.

Mögliche Folgen

Die Studie wird dazu führen, dass wir unser Verständnis von Ernährung deutlich erweitern müssen. Auch sollten die Alarmglocken läuten, wenn man in Betracht zieht, dass bei genetisch veränderten Lebensmitteln in vielen Fällen eben genau diese MicroRNAs verändert werden - also der Teil, der den Menschen offenbar am ehesten direkt beeinflusst.
Aber auch ganz positive neue Erkenntnisse erhoffen sich die Forscher mit der neuen Fährte zu gewinnen: So hoffen sie, mit dem Mechanismus die hohe Wirksamkeit von Pflanzenmedizin, wie zum Beispiel in der Traditionellen Chinesischen Medizin endlich wissenschaftlich erklären zu können. Auch für das Verständnis der Evolution dürfte die Studie neue Horizonte öffnen, die Forscher meinen die Erkenntnisse legen nahe, dass die Co-Evolution von Pflanzen und Tieren weit grössere Wechselwirkung gehabt haben könnte, als bisher angenommen.

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