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Donnerstag, August 23

Eine gute Verdauung mit Erdmandeln


Die Erdmandel (Cyperus esculentes), eine unterirdische Wurzelknolle des Erdmandelgrases, erfreut sich auch hierzulande zunehmender Beliebtheit. Aus Bioläden ist die Erdmandel auch unter dem Namen Chufas bekannt, längst nicht mehr wegzudenken. Sie gehören zu den raren Biokomplexen, die neben den spezifisch wirkenden Bestandteilen weitere sekundäre Pflanzenstoffe enthalten, wie Enzyme, Phytohormone, Biotin und das Flavanoid Rutin.

Ein hoher Ballaststoffanteil macht diese Knolle zu einer gesunden Zutat. Ihre Wirkstoffkombination als auch der leckere, nussige Geschmack, macht die Erdmandel zu einer echten Rarität unter den Lebensmitteln. Mittlerweilen werden Erdmandeln als Zutat verschiedenster Lebensmittel genutzt. Pur, als Knabberkerne als Müeslizutat oder als Erdmandelmus sind sie eben so beliebt, wie als Mehl-, Kuchen- oder Brotbackmischungen. Ideal für Nussallergiker, da Erdmandeln zwar nussig schmecken, aber nicht zu den Nüssen gehören.
Erdmandel-Mehl ist eine perfekte Alternative zu Weizenmehl, denn es enthält kein Gluten. Durch den natürlichen Zuckeranteil, süsst es Nachspeisen und Gebäck auf gesunde Weise, ohne zusätzlichen Zucker. Durch ihre Inhaltsstoffe wird die Erdmandel ausdrücklich für Diabetiker empfohlen. Mit einem Löffel Erdmandeln, der normalen Ernährung beigefügt, kann man den Zuckergehalt des Blutes senken. Der regelmässige Verzehr von Erdmandeln, Erdmandelmehl und Erdmandelöl hemmt durch den hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren Allergien, hilft bei Krankheiten der Haut wie Neurodermitis und Schuppenflechte, reguliert den Blutdruck runter, kräftigt das Herz, lindert Schmerzen und Entzündungen, hemmt die Zellwucherung und stimuliert das Immunsystem.

Erdmandeln sind die unterirdischen Wurzelknollen des Erdmandelgrases und gehören zur Familie der Riedgrasgewächse. Sie stammen ursprünglich aus Zentralafrika, werden heute jedoch vor allem in Valencia und deren Umgebung angepflanzt, denn der sandige Boden und das Mittelmeerklima sind ideal für den Anbau geeignet. Erdmandeln können bis zu 80 cm hoch wachsen und blühen im Sommer weiss. Ihre unterirdischen, knollenartigen Ausläufer (Rhizome) bringen im Herbst erbsengrosse (10-12 mm), braune, ölhaltige, wohlschmeckende Früchte hervor.
Nach der Ernte werden die Knollen gereinigt, getrocknet und vermahlen und zu Mehl weiterverarbeitet.

In Spanien wird die Erdmandel wegen ihres mandel-nussartigen Geschmacks geschätzt. Spanienurlauber kennen das leckere Erfrischungsgetränk „Horchata“, eine Erdmandelmilch, die in Horchaterias tagesfrisch zubereitet wird.

Heilnahrung für Magen und Darm

Die Erdmandeln zeichnen sich durch einen ungewöhnlich hohen Ballaststoffanteil aus. Sie enthalten 26% Ballaststoff, davon 14% nicht lösliche und 12% lösliche Ballaststoffe. Ballaststoffe sind für den Darm besonders wichtig, da sie die Verdauung anregen und helfen Stoffwechselgifte oder andere toxische Rückstände zu binden und auszuscheiden. Durch das erhöhte Volumen des Nahrungsbreis wird die Darmpassage beschleunigt und Verstopfungen häufig innerhalb weniger Tage ganz ohne Nebenwirkungen beseitigt. Im Darm binden Ballaststoffe auch Fette, saugen Gallensäure auf und transportieren sie über den Darm ab. Indem die Leber daraufhin neue Gallensäure produziert und dazu Cholesterin verwendet, wird der Cholesterinspiegel im Blut gesenkt. Zusätzlich schonen Ballaststoffe auch die Bauchspeicheldrüse: Glukose wird langsamer freigesetzt, was Blutzuckerspitzen mit hoher Insulinausschüttung verhindert. Ebenfalls ist die Erdmandel aufgrund der in ihr enthaltenen Ausgangsstoffe für die Buttersäure-Entstehung wertvoll für die Darmschleimhäute. Buttersäure schützt vor Dickdarm- und Enddarmkrebs.
Erdmandeln enthalten wertvolles leicht verdauliches pflanzliches Eiweiss, viele Mineralstoffe, ungesättigte Fettsäuren und Vitamin E. Dazu kommen Enzyme, Phytohormone, Biotin, und Rutin, das die Blutgefäße stabilisiert und Gewebe, Organe und Zellen ähnlich effektiv wie Vitamin E vor Freien Radikalen schützt. Erdmandel-Mehl ist ein schnell regenerierender Energiespender, Nervennahrung für geforderte Menschen jedes Alters und daher leistungsfördernd für Beruf, Schule und Sport. 30 g reichen aus, um den Körper mit allen essentiellen Nährstoffen zu versorgen.

Erdmandel-Mehl ist glutenfrei. Es ist für Diäten geeignet, da es das Hungergefühl deutlich reduziert.

Wie kann man Erdmandelmehl einsetzen?

Erdmandel-Mehl: Die einfachste Möglichkeit, sich mit den gesunden Inhaltstoffen der Pflanze zu versorgen, ist das bereits fertig gemahlene Erdmandel Mehl, hierzulande auch unter der Bezeichnung Chufas Nüssli bekannt. Es ist praktisch zu verwenden. Täglich 2-3 EL in Joghurt, Salaten, Sojamilch, Müsli oder Obstspeisen bringen grossen Gesundheitsnutzen. Es kann auch pur eingenommen werden. Beim Kuchen backen kann es wie normale Nuss (Mandel, Haselnüsse, Walnuss) eingesetzt werden. Als ich kürzlich bei einem  Backversuch ausschliesslich Erdmandeln anstatt der empfohlenen Nüsse verwendete, war das Lob gross und es gab jede Menge anfragen wegen des Rezepts.

Hier noch ein Rezept für eine selbstgemachte Horchata
  • 1 kg Erdmandeln (Chufas)
  • 800 g Zucker
  • 4 Liter Wasser
  • Zitronenschale, 
Zimt
Die Mandeln über Nacht einweichen lassen und säubern. Dann in einem Mixer mit etwas Wassers zerkleinern. Über die Mandelmasse wird dann das Wasser gegossen und in einer Schale aufgefangen. Mit dem Zucker, dem Zimt und der Zitronenschale abschmecken und dann einige Stunden ziehen lassen.


Kommentare:

  1. DAnke für die ausführliche Info. Ich habe Erdmandelmehl geschenkt bekommen, wusste aber nicht wozu man es verwendet. Ein ergänzender Tipp dazu wäre, die Haltbarkeit anzugeben - danke!
    lg
    eleonore

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  2. Herzlichen Dank für das Feedback! Demnächst wird dieser Post überarbeitet und mit einem Video unterlegt.

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  3. ich habe mir geschälte und ungeschälte Erdmandeln besorgt, bei den Ungeschälten kaut man leider endlos auf den zähen Schalen, eigentlich eine Haut) herum, aber die Geschälten sind oberlecker zum Knabbern... Die anderen werde ich wahrscheinlich mahlen und fürs Müsli nehmen - oder versuchsweise blanchieren und die Haut abrubbeln.
    Dafür, dass sie so gesund sind, sind wie wirklich topp! ;)

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  4. 1000g Erdmandelmehl und 800g Haushaltszucker? Ist das ein Druckfehler? Die Erdmandeln sind doch schon süß.

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  5. Nein, es handelt sich hierbei um ein Originalrezept aus Valencia. Sie können anstelle des Zuckers auch Kokosblütenzucker nehmen, welcher einen sehr tiefen glykämischen Wert aufweist. Selbstverständlich kann der Zucker auch gänzlich weggelassen werden, was z.B. bei Diabetikern empfohlen wird.

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  6. Könnte man auch Erdmandelmilch aus gemahlenen Erdmandeln herstellen ? Wenn ja wie?

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    1. Erdmandelmilch lässt sich selbstverständlich auch aus gemahlenen Erdmandeln herstellen.
      125g Erdmandeln gemahlen und ca. 50 g Zucker (Alternativ: Reissirup, Kokosblütenzucker) mischen
      6 dl kaltes Wasser hinzufügen und nach Belieben mit Vanillezucker, 1/2 Zitrone und Zimt abschmecken, alles im Mixer mixen.
      Das ganze zuerst duch ein Sieb geben und anschliessend durch ein Gasetuch (Leintuch) passieren lassen. Die fertige Erdmandelmilch für ca. 1 Stunde in den Kühlschrank stellen.


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